Archiv für Mai 2007

Demonstration des antifaschistischen Jugendbündnisses am 12. Mai in Mittweida

Etwa 1300 Demonstrant_innen folgten am 12. Mai dem Aufruf eines antifaschistischen Jugendbündnisses zu einer Demonstration unter dem Motto: „Naziterror stoppen – Alternative Freiräume schaffen“ Lautstark artikulierten sie ihren Protest gegen die Nazigewalt der Region, sowie die Untätigkeit der politischen Verantwortlichen.
Die Zahlenstärke der Demonstration zeigt, wie bedeutsam die Forderung nach antifaschistischen Freiräumen für Jugendliche in der Region Mittweida ist. An der Demonstration nahmen zahlreiche antifaschistische Gruppen, einige Gewerkschafter_innen, Vertreter_innen von Kirchen und Parteien, vor allem aber viele Jugendliche aus dem Landkreis Mittweida teil.

In zahlreichen Redebeiträgen wurde auf die Situation im Landkreis Mittweida hingewiesen. Seit etwa zwei Jahren gehen dort Nazis mit großer Brutalität gegen Menschen vor, die nicht in ihr rassistisches, antisemitisches und nationalistisches Weltbild passen.
Entschieden protestierte die Demonstration zudem gegen den Standortnationalismus von Landrat Schramm und Bürgermeister Damm. Für beide werden die Nazis nur dann zum Problem, wenn sie als Nazis benannt und damit ein Investitionshindernis darstellen. Die Zahlenstärke der Demonstration zeigt, wie bedeutsam die Forderung nach antifaschistischen Freiräumen für Jugendliche in der Region Mittweida ist.

Resümee: Insgesamt wurde eine eindrucksvolle Bündnisdemonstration durchgeführt. Dank der großen zahlenmäßigen und inhaltlichen Beteiligung von Antifagruppen konnte sich die Demonstration weitgehend von einer Vereinnahmung in den „Aufstand der Anständigen“ abgrenzen. Wichtige Punkte dafür waren sicher die Durchsetzung des Mottos und einer klaren inhaltlichen Linie, welche die Zustände und Forderungen konkret benennen und sie nicht hinter selbstverständlichen Forderungen und Bekenntnissen verschleiern. Lokale Akteure mussten sich positionieren und ihre Haltung offen kommunizieren, abseits kleinstädtischer „unterirdischer Kanäle“. Gerüchte wurden im Rahmen der Demonstration zu Informationen und bieten Punkte für weiteres Engagement und antifaschistische Selbtorganisation vor Ort. Die Ansätze einer möglichen antifaschistischen Politik in Mittweida und Umgebung wurden breit thematisiert. Ein Anfang ist damit gemacht.

Eine ausführliche Zusammenfassung gibt es hier.

Redebeitrag autonomer Antifaschist_innen [R.D.L.]




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