Nazis wollen kommenden Samstag in Döbeln demonstrieren

aktuelle Infos zu den Gegenaktivitäten:

27.11. 15.00 Uhr:

- am 28.11. findet von 12.00-15.00 Uhr auf dem Obermarkt eine Kundgebung der Zivilgesellschaft statt, die sich als Anlaufpunkt anbietet.

- Vorsicht: Im vergangenen Jahr griffen Nazis, darunter auch einer der Anmelder der heutigen Demonstration Personen an, die im Vorfeld der Nazi-Demo im letzten November Plakate verklebt haben – gebt diesbezüglich auf euch acht!!!
- bewegt euch in vielen kleineren Gruppen, es ist mit einem größeren Polizeiaufgebot zu rechnen

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Pressemitteilung der Antifaschistischen Recherchegruppe [ARG] RDL

Für Samstag, den 28.11.2009, mobilisiert eine Döbelner Nazikameradschaft zu einer Demonstration durch Döbeln. Unter dem Motto „Volkstod verhindern“ wollen die „Nationalen Sozialisten Döbeln“ an ihre Demonstration im November 2009 anknüpfen. Im Aufruf zur Demonstration beklagen die Nazis eine angebliche „Vermischung unseres Volkskörpers mit Menschen ausländischer Abstammung“ und prangern „Zinsknechtschaft“ an (1). Umissverständlich offenbaren sie hier ihr rassistisches und antisemitisches Weltbild..

Der zweite Nazi-Aufmarsch beinah binnen Jahresfrist ist ein Zeichen für sich verfestigende Nazistrukturen in und um Döbeln. Direkte Folge dieser strukturelle Stärkung ist die zu beobachtende kontinuierliche Aktivität. Erheblich begünstigt wird die Verfestigung dadurch, dass es den Döbelner Nazis gelungen ist in einem Objekt auf der Reichensteinstraße/Am Burgstadl einen festen Anlaufpunkt zu etablieren. Genutzt wird der Treffpunkt u.a. als Proberaum der Döbelner Rechtsrockband „Inkubation“, als Ort für Schulungsveranstaltungen und als Konzertraum, wie zuletzt am 26. September 2009, als dort unter den Augen der Polizei verschiedenen Nazicombos aus Sachsen spielten (2). Zu dem kam es aus dem Objekt heraus zu einem Übergriff: Ende August wurden zwei nicht-rechte Jugendliche aus dem Objekt heraus von 15 Nazis angegriffen und schwer verletzt (3).

Die NutzerInnen dieses Objektes sind identisch mit den Demo-OrganisatorInnen. Die Bezeichnung „Nationale Sozialisten Döbeln“ ist dabei nur ein neues Label der hießigen Naziszene. In der Vergangenheit trat dieselbe Personengruppe unter der Bezeichnung „Division Döbeln“ auf, sie verbirgt sich in ähnlicher Konstellation auch hinter dem Namen „Initiative für Döbeln“.

Vor diesem Hintergrund gilt es am 28. November den Naziaufmarsch zu problematisieren, eindeutig Position zu beziehen und sich der rassistischen Hetze entgegenzustellen. Danach muss der Blick auf die Reichensteinstraße gerichtet werden und dem Nazi-Objekt ein Riegel vorgeschoben werden.

(1) siehe Homepage der „Nationalen Sozialisten Döbeln“: http://n-s-d-l.info.ms/ (eingesehen am 24.11.2009)
(2) Neben der Döbelner Band „Inkubation“ spielten damals „Storm of mind“ und „Aryan Hope“ aus Wurzen, sowie „Priorität 18“ aus Dresden.
(3) Opferberatungsstellen Sachsen





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